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Ursprünglich wollten wir hier über Freiheit reden. Ganz entspannt, abseits des Arbeitsalltags. Denn von Freiheit verstehen wir was. Schließlich dreht sich bei uns seit 25 Jahren alles um die Freiheit glücklicher Hühner. Um frische Wiesen, gutes Futter und einen nachhaltigen Umgang mit der Natur. Dass wir uns dann die Freiheit genommen haben, darüber hinaus auch über alles Mögliche und Unmögliche zu reden, war so gesehen fast zu erwarten.
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Freiheit – und alles was so dazu gehört – Toni's Freilandeier
Kategorie: Respekt
Manche haben’s leichter. Hühner zum Beispiel.
Interessante Entwicklungen im Lebensmittelbereich: Die Unternehmerin Catherine Conway stellte jüngst auf der GDI-Handelstagung ihr Projekt “Unpackaged” vor.
Seit 2006 arbeitet das Unternehmen daran, ausschließlich Lebensmittel ohne Verpackung anzubieten. Kundinnen und Kunden kommen mit ihren eigenen Gebinden (oder kaufen vor Ort wiederverwertbare Gefäße) und benötigen damit auch keine Verpackung – mit allen bekannten ökologischen und finanziellen Konsequenzen.
Warum uns das so imponiert? Zum Einen natürlich, weil uns diese Form des Denkens nicht fremd ist: Unsere Hühner verpacken ihre Eier ohnehin in einer festen Schale. Zum Anderen, weil es Initiativen wie die von Catherine Conway sind, die uns immer wieder daran erinnern, dass es überall die Möglichkeit gibt, Dinge zu verbessern, wenn man nur möchte. Bei Toni’s haben wir beispielsweise begonnen, bestimmte Eierkartons direkt zu bedrucken. Allein schon deshalb, um das Silikon, das die Etiketten an der Packung hält zu vermeiden. Weil’s eben schwer wieder zu verwerten ist.
Klar stehen wir noch am Anfang, klar wird es eine ganze Weile dauern, bis wir unser gesamtes Sortiment umgestellt haben und klar lernen wir dazu, während wir es tun. Aber es ist ein Anfang. Falls Ihnen also demnächst eine Packung unterkommt, die etwas anders aussieht als gewohnt: Das ist keine Fälschung, das ist die Zukunft …
Um den grossen Buckminster Fuller zu zitieren: “Man verändert die Dinge nicht, indem man die existierende Realität bekämpft. Um etwas zu verändern, muss man das bestehende Modell überflüssig machen.” Etiketten zum Beispiel, die in Wahrheit keiner braucht …
Posted by Barbara Klein at 09:28h
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Such den Yak … ein Rätsel, bei dem es nichts zu gewinnen gibt. Naja, fast nichts.
Er heißt Karl. Oder Koarl. Das wissen wir nicht so genau, weil wir ihn mitsamt seinem eigenartigen Namen von unseren Freunden von »4 Pfoten« übernommen haben, die nicht wussten, wohin mit einem ausgewachsenen schwarzen Yak, den sonst niemand mehr wollte.
Also lebt er seither zusammen mit einer kleinen Herde Schottischer Hochlandrinder (das sind die Roten) bei uns am Hof und genießt seine Tierpension. Und wer ihn findet auf dem Bild oben, kann sich unserer Hochachtung sicher sein. Auch eine Art von Gewinn.

So schaut's aus, wenn Koarl in einem missmutigen Moment eine Herde Schotten yakt, weil er heute allein essen möchte.
Der Titel »Such den Yak« kommt übrigens von Birgit, die sich auch als einzige im Haus getraut hat, das Yakgehege zu betreten und Fotos zu machen. Wilder Koarl, tapfere Birgit.
Posted by Barbara Klein at 11:10h
Sie gleichen sich. Wie kein Ei dem andern.
Eier sind Naturprodukte und die Natur (oder, in diesem Fall: Die Henne) ist manchmal launisch. Da kann es vorkommen, dass Eier plötzlich kugelrund statt oval werden, winzig oder übergroß, spitz wie ein Kirchturm oder lustig gefleckt.
Was wir hier gesammelt haben, sind die spassigsten optischen Hoppalas der letzten Tage bei uns am Hof. Auch wenn Sie solche Eier nie in einem Geschäft finden werden: Wir mögen diese Unterschiede, denn sie zeigen uns, dass wir es mit einem natürlichen Lebensmittel zu tun haben. Mit Lebewesen, die sich so entwickeln können, wie die Natur es vorgesehen hat – überraschend vielfältig und spannend. Weil’s am Ende doch um die inneren Werte geht. Und das wohl nicht nur bei Eiern …
Posted by Barbara Klein at 11:26h
Nussbäume, Körperpflege und ein paar neue Erkenntnisse
Elisabeth und Martin Krenn, haben viel Erfahrung im Umgang mit Hühnern. Was auffällt, wenn man sie auf ihrem Hof in der Nähe von Feldbach besucht, sind unglaublich viele Nussbäume. Für alle die es nicht so genau wissen: Hühner ruhen sich nach dem Eierlegen ganz gerne aus. Wo könnte man das also besser als unter dem schützenden Schatten eines Baumes. Dort tun sie das, was sie am liebsten tun: schlafen und sich hin und wieder auf die Suche nach einem Wurm machen.

... ein Huhn müsste man sein
Martin Krenn schwört aber noch aus einem ganz anderen Grund auf die Kraft des Nussbaumes. Seine Hennen “baden” im herabgefallenen Laub der Bäume. Die darin enthaltenen ätherischen Öle halten Parasiten ab und pflegen so das Federkleid der Tiere.
Und wir, wir haben wieder was dazugelernt.
Posted by Barbara Klein at 07:21h
Wir finden, es ist Zeit wieder einmal über unsere Bäuerinnen und Bauern zu reden. Ohne sie gäbe es uns nämlich gar nicht.
Und hier sind sie (in nicht alphabetischer Reihenfolge)
Franz Pazek, Nina Schweinzger, Manfred Ertler, Franz Zach, Franz Sammer, Azra Meilweger, Gerlinde Sauseng, Anton Tropper, Maria Hütter, Brigitte Heidemann, Mario Knappitsch, Karl Holik, Norbert Niederl, Christine Pichler, Günther Nagl, Gabriele und Hermann Strohmaier, Hermine Jaindl, Christian Schirnhofer, Edeltraud Ertler, Maria Gsell, Alfred Paschek, Hubert Hatzi, Sophie Suppan, Gertrude Fuchsberger, Heide Maria Fürst, Maria Reicht, Norbert Rath-Kienreich, Hildegard Glauninger, Josef Hofschwaiger, Erika Grünwald, Rupert Karner, Edeltraud Prassl, Franz Raggam, Josef Kaltenböck, Hildegard Hofer, Franz Kiefer, Ernestine Gutkauf, Josef Lipp, Hilde Jäger, Maria Kinast, Franz Gamser, Renate Hirzer, Gerhard Fleischhacker, Elisabeth und Martin Krenn, Gertraud Schirnhofer, Josef und Herta Mießl, Karl Kickenweiz, Rudolf Pointner, Alois Knotz, Herma Tauterer, Monika Grafetsberger, Franz Ertler, Susanna Vallant-Zirkl, Hannes Bauer, Maria und Kurt Schmidt, Maria Schuster, Alois Thier, Gerhard Höllerl, Josef Gutmann, Josef Summer, Maria Hermann, Anton Aigner, Angela Niggitsch, Gertrude Robier, Maria Cvelf, Franz Liendl, Grete Steyskal, Anton Cividino, Erwin Absenger, Irmgard Planetz, Manfred Bonstingl, Kurt Lambauer, Gottfried Steinbauer, Hermann Bauer, Leonhard Gangl, Melissa Sumper, Matthias Sonnleitner, Maria Terler, Rudolf Neuwirth, Franz Mandl, Reinhard Ladler, Marianne Gutmann, Maria Tunst, Roswitha und Josef Schlager, Veronika Weber, Herbert Schmid, Fritz Url, Gerald Köstinger, Gertraud Heil, Waltraud Hackl, Daniela Daurer, Alois Höcher, Peter Prassl, Josef Tieber, Margareta Puchas, Richard Tscheppe, Ingrid Amtmann, Elfriede und Adolf Reischl, Maria Kaufmann, Manfred Muhr, Martin Moser, Karl und Christine Pußwald, Anita Reischl, Johann Ganster, Christian Siegl, Ottilie Marbler, Doris Schmölzer, Johann Töflhofer, Monika Monsberger, Andrea Kaßel, Johann Haring, Reinhold Planitzer, Christian Kraßnitzer, Martin Bauer, Theresia Fuchs, Johanna Schiefer, Fritz Wallner, Winfried Müller jun., Christa Steidl, Edlinger Annemarie, Rosa und Franz Hobl, Maria Zisser, Roswitha und Emmerich Absenger, Margarete und Peter Seitweger, Monika Pscheiden, Johannes Waßhuber, Gottfried Wesselowitsch, Peter Hammer, Ernestine Notnagel, Wolfgang Fank, Jakob Nepraunig, Fritz Hirschmugl, Helmut Mauerhofer, Reinhold Fauster, Manfred Daniel, Valentin Schnögl, Renate und Manfred Holzmann, Monika Meissl, Alfred Beisteiner, Damjan Vogrinec, Markus Prosser, Franz Schwarz, Johannes Graßmugg, Erika Rosenberger, Elvira und Thomas Wagner, Herbert Gölles, Birgit Retter, Alois Tomberger, Franz Breitenfelder, Alexandra und Robert Orthofer, Monika und Franz Fuchs, Maria Lamprecht, Roswitha Dornhofer, Franz Höller.
Posted by Barbara Klein at 14:51h
Therapeuten im Schafspelz
Ponys, Delphine oder Hunde sind gute Therapietiere. Soweit so gut. Dass aber auch Schafe heilende Wirkung haben, wissen nur Wenige.
Tatsache ist: Schafe tun Menschen gut. Weil sie nämlich nachweislich ein feines Gespür für die Leute um sie herum haben. Kärntner Brillenschafe (übrigens eine vom Aussterben bedrohte alte Nutztierrasse) zum Beispiel sind höchst stressempfindlich. Sie spüren Stresssituationen vor allen anderen und sind in ihrem entspannten, aufmerksamen Wesen dem Menschen zugewandte Tiere. Einer, der das erkannt hat und gezielt therapeutisch nützt ist Dr. Dolf Dominik im Gesundheitsgut “Die Klause” in der Nähe des steirischen Bad Gleichenberg. Da sind sie aus seinem Therapieteam gar nicht mehr wegzudenken.
Für erfahrene Schafbauern ist das natürlich keine Überraschung. Die wissen: Man wird begrüsst, wenn man den Stall betritt, oder sanft geschubst, wenn man achtsam sein soll. Worauf die Schafe größten Wert legen, ist der gegenseitige Respekt. Ohne den läuft gar nichts. Was aber auch nicht anders ist als bei den Hühnern.
Probieren sie es doch beim nächsten Schaf, das Ihnen über den Weg läuft, einfach aus. Für alle anderen, und die Überbrückung in weniger schweren Fällen haben wir auch eine Lösung: Toni’s Schafmilch-Joghurt. Das ist leicht zu bekommen (in jedem guten Milchregal) und löst auch Glücksgefühle aus. Sagen zumindest die Fans unseres Schafmilch-Joghurt – und die müssen es ja schließlich wissen.
Posted by Barbara Klein at 10:30h
Auch wenn sonst kein Hahn danach kräht. Uns ist sowas wichtig.
Die Infos im Zeitraffer: Vor einem Monat ihren niegel-nagel-neuen, eigens errichteten Hähnestall (ja, es handelt sich um Hähne, nicht um Hühner) bezogen, vor zwei Tagen das erste Mal ins Freie gestürmt (es dauert eben ein bisserl, bis sie das dürfen).

Mittlerweile wiegen die kleinen Racker etwa 500 Gramm, verdrücken gemeinsam täglich ungefähr 5 kg bestes Futter und fühlen sich augenscheinlich sehr wohl. Das freut uns natürlich und macht uns ein bisschen stolz. Schließlich hatten wir bisher hauptsächlich mit Hühnern zu tun.
Mehr zu unseren Hähnen gibt’s, sobald sich was tut im Hähnestall.
PS: Wer genau schaut, erkennt schon den Ansatz des Hahnenkamms, es wird also schon langsam mit dem erwachsen werden.
Posted by Barbara Klein at 08:41h
Willkommen daheim!
Es ist nur ein kleiner Stall, den wir unseren 140 männlichen Küken gebaut haben, aber er hat alles, was die kleinen Racker brauchen, um zu kräftigen Hähnen heran zu wachsen. Tatsache ist: Wir hatten ja schon vor ein paar Jahren einen Anlauf genommen, eines der vermutlich heikelsten Themen der Eierproduktion zu behandeln, aber wie so oft war die Zeit noch nicht reif dafür: Wie gehen wir mit dem männlichen Nachwuchs unserer Freilandhühner um?

Für die Eierproduktion sind sie naturgemäß nicht geeignet und für Masthähnchen wachsen sie zu langsam. Die Frage lautet also: Kann man auch mit den männlichen Küken anständig und im Sinne des Tierwohls respektvoll umgehen? Unsere Antwort: Man kann nicht nur, man muss sogar.

Und so tummeln sich die ersten Küken am Hof, bekommen das beste Futter, das wir bekommen können und regelmäßig einen Tee aus Fenchel und Kamille (doch, doch, das brauchen sie). Und wir, wir schauen ihnen gespannt beim Wachsen zu. Damit können wir zwar nicht alle Probleme der männlichen Küken dieser Welt lösen, aber wir können für die ersten 140 einen Beitrag dazu leisten. Das sehen wir als den Beginn eines langen Weges, auf dem uns hoffentlich viele Menschen begleiten werden.
Wir halten Sie jedenfalls am Laufenden.
Posted by Barbara Klein at 09:22h
Man lernt nie aus. Erst recht nicht, wenn man über den Tellerrand schaut.
Manche Geschichten haben nichts mit Eiern zu tun, sind es aber trotzdem wert, weitererzählt zu werden. Gerade, weil sie sich von selbst erzählen. Die Eckdaten: Ein Lokal in Hamburg und Menschlichkeit. (Danke an Elfriede Wolfsberger für die Geschichte.)

Posted by Barbara Klein at 09:52h
Wenn Entscheidungen schwer fallen: Macht es doch einfach wie die Mähnenspringer!
Heute kommen in Toni’s Blog die Evolutionsbiologen auf ihre Kosten. Wurde auch wirklich langsam Zeit. Unser heutiges Thema ist nämlich der Mähnenspringer. Alle, die noch nie etwas von ihm gehört haben, wollen wir an dieser Stelle beruhigen: Man muss ihn nicht kennen. Aber ihn zu kennen erklärt doch Einiges.
Mähnenspringer sind – laienhaft ausgedrückt – so etwas wie das Missing Link zwischen Ziege und Schaf. Spannend dabei ist, dass er sowohl schaf- als auch ziegenähnliche Merkmale besitzt. Weshalb man sich lange Zeit nicht darauf einigen konnte, ob man ihn Mähnenschaf oder Mähnenziege nennen sollte. Dem Mähnenspringer selbst war das egal, denn er musste sich ja nicht entscheiden und blieb einfach das was er war – halb Ziege, halb Schaf. Die lebende Version eines eigentlich längst ausgestorbenen Hornträgers, aus dem sowohl Schafe als auch Ziegen hervorgegangen sind.
Warum wir diese seltsame Geschichte erzählen, obwohl darin weder Hühner noch Eier vorkommen? Erstens ist uns der Mähnenspringer in seiner Beharrlichkeit unglaublich sympathisch, zweitens kennen wir wir das Problem “Schaf oder Ziege” sehr genau.

Und weil wir uns ebenso wenig wie der Mähnenspringer entscheiden konnten, was besser ist, gibt es eben beides: Toni’s Schaf- und Toni’s Ziegenjoghurt.
Posted by Barbara Klein at 09:10h










