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Ursprünglich wollten wir hier über Freiheit reden. Ganz entspannt, abseits des Arbeitsalltags. Denn von Freiheit verstehen wir was. Schließlich dreht sich bei uns seit 25 Jahren alles um die Freiheit glücklicher Hühner. Um frische Wiesen, gutes Futter und einen nachhaltigen Umgang mit der Natur. Dass wir uns dann die Freiheit genommen haben, darüber hinaus auch über alles Mögliche und Unmögliche zu reden, war so gesehen fast zu erwarten.
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Freiheit – und alles was so dazu gehört – Toni's Freilandeier
Jahresarchive: 2011
Warum es das Christkind vergleichsweise einfach hat – und was wir daraus lernen
Bald sind alle Geschenke besorgt, jetzt stehen nicht wenige Christkinder vor der Frage, wie man sie am Besten einwickelt. Ein Spielzeugauto muss eben anders verpackt werden als 40 Zinnsoldaten. Die Reise ans Meer anders als der Schneemann vom vorigen Jahr.
Und weil wir uns bei Toni’s ständig Gedanken darüber machen, wie man etwas, das mit so viel Liebe, Fürsorge und Anstrengung produziert wurde am besten schützen kann sind wir auf der Suche nach dem idealen Drumherum für das Ei auf ganz wundervolle Dinge gestoßen, die wir Ihnen keinesfalls vorenthalten wollen. Wer weiß, vielleicht behütet die eine oder andere Idee schon bald ein Toni’s Ei.

Die japanische Art Eier zu verpacken. Aus dem Buch "How to wrap five more eggs"

Designer Derek Brahney hat sich sichtlicb Mühe gegeben

so bringt Carlo Sulicipan 6 Eier unversehrt nach Hause

ziemlich ausgeklügeltes Verpackungsdesign von Sarah Machicado für "six brown eggs"
Posted by Barbara Klein at 08:17h
2 Kommentare
Zeit für ein kleines Geständnis. Und für ein Experiment von unbestimmter Größe.
Er gehört zum Weihachtsfest wie “Leise rieselt der Schnee” und der nächtliche Gang zur Christmette – der Eierlikör.
Als Kinder haben wir uns auf leisen Sohlen zum Schrank geschlichen, dort wo ihn Mama sorgfältig verwahrt hielt. Heimlich haben wir dann den einen oder anderen Schluck probiert – solange der Vorrat eben reichte. Das Ergebnis waren seelig glühende Wangen und gute Laune. Und weil alles was verboten ist, in unserer Erinnerung doppelt so gut schmeckt, war es nicht nur an der Zeit unseren Müttern dieses Geständnis zu machen, sondern nun endlich auch selbst einen Eierlikör zuzubereiten.
Wurde wirklich langsam Zeit …

Bevor man beginnt, die Zutaten zusammenzutragen, sollte man sich in eine richtig weihnachtliche Stimmung versetzen.

Orangenzesten und Vanilleschote dürfen bei keinem ordentlichen, selbst gemachten Eierlikör dieser Welt fehlen.

Vor lauter mixen und rühren bitte nicht aufs Kosten vergessen … denn beste Zutaten und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest machen den Eierlikör zu etwas besonders Verlockendem.

Abgefüllt in kleine Fläschchen, schaut unsere Likör gewordene Erinnerung so gut aus, dass wir sie am Liebsten selber trinken möchten.

Es könnte aber durchaus sein, dass wir ihn jemandem mitbringen, den wir besonders mögen. Irgendein Unterschied zu unseren Kindertagen muss ja schließlich sein.
Posted by Barbara Klein at 08:21h
Über Einzigartigkeit, einen gewissen Stan Bult und eine ziemlich seltsame Redewendung
Ach ja, Eier kommen in dieser Geschichte natürlich auch vor, aber das dürften Sie schon vermutet haben.
Stan Bult war Mitglied von “Clowns International”, der ältesten Clownsgesellschaft der Welt. 1946 hieß diese zwar noch “International Circus Clowns Club”, an unserer Geschichte ändert das allerdings nichts. Aber zurück zu Stan Bult. Der war nicht nur Clown, er hatte auch ein ungewöhnliches Hobby. Er begann nämlich die Gesichter bekannter Kollegen zu malen – ausgerechnet auf ausgeblasene Hühnereier. Dazu muss man wissen, dass Clowns ihren Charakter und ihr Erscheinungsbild oftmals über Jahre entwickeln und mit Akribie an der eigenen Unverwechselbarkeit feilen.
Heute ist aus Bults Idee ein mehrere tausend Objekte umfassendes Register für Clowns geworden. Narren, Spaßmacher, Harlekine rund um die Welt, lassen sich nach wie vor ihre Gesichter auf Porzellaneier malen. Luke Stephenson hat die “egg gallery” gesehen und einige der Miniaturclowns fotografiert.
Warum wir die Geschichte sonst noch erzählen? Weil wir es bei Toni’s ganz ähnlich machen. Unverwechselbarkeit ist für uns und unsere Bauern genau so wichtig wie für Clowns. Schließlich steckt dort wie da viel Arbeit und Liebe in dem was man tut. Deshalb druckt jeder Bauer seine Betriebsnummer mit Stolz auf das Ei und legt auch noch seine Visitenkarte in jede Packung damit unsere Kundinnen und Kunden genau wissen woher ihr Ei kommt.
Wenn Sie nächsten Sonntag fröhlich Ihr wohlverdientes Toni’s Ei geniessen, denken Sie an Stan Bult und an diese Geschichte. Vielleicht hat die zugegeben recht seltsame Redewendung “Einen Clown zum Frühstück verspeist zu haben” eine neue Bedeutung. Wenn nicht, lassen Sie sich einfach das Ei schmecken.
Posted by Barbara Klein at 08:40h
Ein Stuhl, ein Ei und viel Gefühl
Was hat ein Stuhl mit einem Ei zu tun, fragen Sie sich?
Hmmm!
“The Egg Chair” ist mehr als ein Stuhl. Im Jahr 1958 vom dänischen Architekten und Designer Arne Jacobsen entwickelt, ist er heute ein Designklassiker. Dass er keine Geraden besitzt und nur aus geschwungenen Linien besteht, brachte ihm die Beschreibung “organisch” ein. Das und die Tatsache, dass er damals als nahezu revolutionär galt, verbindet ihn wiederum mit Toni’s.
Hingabe, Perfektion und Liebe zum Detail machen am Ende den Unterschied aus. So wie die Rundungen des Egg Chair höchste Perfektion erfordern und die über 1000 Stiche besonders eng gesetzt werden müssen um jede Faltenbildung zu vemeiden, ist das scheinbar einfache Landleben unserer Hühner das Ergebnis jahrelanger Erfahrung und Liebe zur Arbeit. Da wird über die Gestaltung der Hühnergärten genauso viel nachgedacht wie über die Zusammensetzung des Futters. Alles nur, damit die Tiere das bekommen was sie brauchen um ein gesundes Ei zu legen.
Genau wie bei Arne Jacobsen, spielt auch bei Toni’s die Handarbeit eine entscheidende Rolle. Auch wenn viele Dinge heute gar nicht mehr händisch erledigt werden müssten, das Gefühl für das Produkt bekommt man nur wenn man es einmal in der Hand hatte. Deshalb macht die erste Qualitätskontrolle auf unseren Betrieben nicht eine hochtechnisierte Maschine, sondern eben der Bauer oder die Bäuerin. Mit all der Erfahrung und dem Fingerspitzengefühl.
Im Fall von Toni’s kann man Liebe und Fürsorge also sogar schmecken.
Posted by Barbara Klein at 09:44h
Sieht einfach aus. Ist es aber nicht. Selbst für ein Genie.

Kunstkenner werden es erkannt haben: In diesem Fall handelt es sich um das unbestrittene Genie von Pablo Picasso, der uns im Übrigen nicht nur mit seinen Zeichnungen von Hähnen große Freude bereitet hat.
Was wir damit sagen wollen: Einen Hahn mit wenigen Pinselstrichen so zu zeichnen ist definitiv Kunst. Hervorragende Eier zu legen ist hingegen keine Kunst. Jedenfalls nicht, wenn man so lebt wie Toni’s Hühner. Aber: Obwohl es theoretisch jeder könnte, gibts auch hier Unterschiede. Unter der Voraussetzung, dass man liebt was man tut und sich Gedanken macht über ein schönes Hühnerleben.
Ein Gedanke, der vor 25 Jahren in etwa genau so revolutionär war wie Picassos Hinwendung zum Kubismus: Bestehendes infrage zu stellen, um Fortschritt zu ermöglichen. Und die Welt dort zu verbessern, wo es möglich ist. Das Ergebnis: Heute ist die Freilandhaltung der allgemein anerkannte Standard. Für Toni’s ist das wiederum der Ansporn, die nächsten Schritte zu tun.
PS: Wer sich selbst davon überzeugen will, kann uns entweder besuchen oder inzwischen auf “wie leben Toni’s Hühner” schauen.
Posted by Barbara Klein at 08:26h
Ella Fitzgerald and Louis Armstrong, I’m putting all my eggs in one basket
Posted by Barbara Klein at 11:14h
Warum das Glück ein Pinguin ist
Vor einiger Zeit haben wir uns die Frage gestellt, ob das Glück ein Vogerl ist. Eines vorweg: Die Frage ist noch immer unbeantwortet. Die folgende Geschichte aber spricht für die Vogerl-Theorie, genaugenommen für die “Das Glück ist ein Pinguin” – Theorie. Aber lesen Sie selbst.

Hoch über der Stadt auf einem Schornstein, lebt Paul. Paul ist ein Rabe und als solcher zum Fliegen geboren. Minutenlang steht er am Rande des Nestes, aber so sehr sich seine Eltern auch bemühen, das Fliegen lernt Paul nicht. Es sind seine Flügel die für einen Raben viel zu kurz geraten sind. Traurig sieht er seinen Geschwistern beim Fliegen zu und träumt von den Pinguinen mit denen er so oft verglichen wird. Da beschließt er kurzerhand ein solcher zu werden und macht sich auf die Suche nach jenen Tieren die ihm so ähnlich sein sollen.

Er hat Heimweh, Angst und überhaupt ist seine Zukunft ungewiss. Aber da ist gleichzeitig diese Sehnsucht “man selbst” sein zu dürfen. Genau da trifft Paul auf einen Kater, der ihm zuhört und ihn im Schlaf wärmt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Pauls Glück.

Max Doebele erzählt und zeichnet eine berührende Geschichte vom Anderssein und dem Mut seinen eigenen Weg zu gehen. Warum wir diese Geschichte erzählen ist klar: Sein Glück findet man meist erst auf Umwegen, auch wenn es zum Schluß ganz naheliegend schien.
Matze Doebele, Pauls Glück.
Verlag Jacoby & Stuart 2011
Posted by Barbara Klein at 10:28h
Was passierte, nachdem Tim Mälzers Mutter ins Gefängnis ging. Und warum in der Geschichte auch Hühner vorkommen.
Heute wird’s hart in Toni’s Blog. Dass wir über Essen, Hühner und Kochbücher reden, wird nicht überraschen. Aber die Sache mit dem Gefängnis sollte man vielleicht erklären.
Santa Fu, wie die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel auch genannt wird, ist ein bekanntes Hamburger Gefängnis. Den Namen prägte die Presse in den 70er Jahren, als mehrere Fluchtversuche gelangen, was mit den Worten “Santa Fu und raus bist Du!” zynisch kommentiert wurde.
Dort entstand aus einer sehr praktischen Herausforderung eine Idee: Was tun, wenn es zu wenig Arbeit für die Insassen gibt? Man entwickelt gemeinsam mit kreativen Menschen außerhalb des Gefängnisses die Marke “Santa Fu”. Anfangs gab es von den Häftlingen selbst hergestellte T-Shirts, Kappen, ein Tattoo-Memory und andere Dinge, die im eigenen Santa Fu-Shop verkauft wurden.
An dieser Stelle kommt Tim “Schmeckt nicht, gibt’s nicht” Mälzers Mutter Christa ins Spiel. Die wurde zum Essen nach Santa Fu eingeladen und dort von den Häftlingen nach allen Regeln der Kunst bekocht. Das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Einladung ist als Kochbuch erschienen.

“Huhn in Handschellen” zeigt, mit welcher Leidenschaft hinter Gittern gekocht wird, wenn Menschen aus der ganzen Welt um den kleinen Gemeischaftsherd versammelt sind und mit den Zutaten improvisieren, die gerade da sind, bewährte Rezepte tauschen und neue kreieren.

Und die, glaubt man Christa Mälzer, schmecken in Freiheit ganz genauso gut wie hinter Gefängnismauern. Wer jetzt Lust bekommen hat, sein eigenenes Urteil zu fällen: Gehen Sie auf www.santafushop.de. Sie erweitern so nicht nur ihren kulinarischen Horizont, sondern unterstützen damit auch noch den Weißen Ring zur Hilfe für Verbrechensopfer.
Posted by Barbara Klein at 08:24h
9.889 km nach Westen, oder 12 km nach Osten (das könnte eine längere Geschichte werden)
Gäbe es nur eine Verbindung zwischen Steven Spielberg und Toni Hubmann, könnte man es als Zufall abtun. Aber die Anzeichen mehren sich, dass da mehr dahinter steckt.
Bewegt man sich von Spielberg ( dem Ort) etwa 12 km Richtung Osten, kommt man in die Glein. Dort, wo Toni Hubmann geboren wurde und lebt. In die andere Richtung sind es fast 10.000 km bis zum anderen Spielberg (dem Regisseur).
Genau hier beginnt die Geschichte schrullig zu werden. Als Steven Spielberg nämlich seinen Blockbuster “Jurrasic Park” drehte, hatte er einen Berater namens Jack Horner, Paläonthologe und Evolutionsfreak. Dieser Mann wiederum verbringt den gößeren Teil seines Lebens damit, mithilfe voh Hühnern die Evoulution umzudrehen und Dinoasaurier zu züchten.
Was die wenigsten Menschen wissen (und was man den heutigen Hühnern auch wirklich nicht ansieht): Das Federvieh und der Velociraptor teilen eine Menge Genmaterial.

Für Jack Horner sind Hühner beinahe Saurier
Sollten die Versuche Jack Horners von Erfolg gekrönt sein, ist die Welt demnächst um eine Spezies reicher: Ein Tier, das aussieht wie ein Dino, aber Hühner-DNA besitzt. Selbst der Schöpfer gibt zu “es würde die anderen Hühner vermutlich mit seinem Aussehen erschrecken, obwohl es sich wie ein Huhn benimmt”.
Da können wir nur erstaunt den Kopf schütteln, uns wundern und kurz vor die Tür gehen. Dort gackern nämlich ein paar originale Hühner herum, scharren im Sand, picken ihr Futter und sind rundum glücklich. Es sieht in der Tat nicht so aus, als wären sie lieber Dinosaurier.
Das ganze Interview mit Jack Horner gibt es übrigens hier nachzulesen: wie aus Hühnern Dinosaurier werden
Kleiner Nachtrag: Weder gibt es in Graz einen Grazer Platz, noch gibt es in Linz einen Linzer Platz. Aber Spielberg hat sich seinen Spielbergplatz redlich verdient. Nachzulesen auf Wikipedia.
Posted by Barbara Klein at 20:02h
Oft kommt es anders als man denkt
Selbst in einem Blog wie diesem kommt man an Österreichs beliebtestem Deutschen offenbar nicht vorbei. Eigentlich wollte er, so sagt er jedenfalls, schon immer einen Bildband über “Ein Frühstücksei in Wien” machen. Geworden ist daraus nur bedingt etwas.
Zwar gibt es in dem Buch ein paar von seiner Tochter fotografierte Eierfotos, aber sonst hat das Werk mit Eiern so viel zu tun wie – wie sollen wir das verdeutlichen? – wie Hasen mit Heckenscheren. Also sehr wenig bis gar nichts.
Die titelgebende Geschichte zum Beispiel beginnt, wie könnte es für ein Ei auch anders sein, auf einem Campingplatz und endet bei Männern, Hotels und Pay TV. Alle, deren Neugierde jetzt geweckt ist, lesen es einfach selbst. Den Anderen sei versichert: Ihr verpasst was. Denn unterhaltsam ist es allemal.
Dirk Stermann: “Eier”, erschienen im Czernin Verlag
Posted by Barbara Klein at 08:46h





